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German translation courtesy of Karin Barthel © 2006

"John Lee Hooker Jr. hat etwas ausserordentlich schwieriges erreicht: sowohl die Licht- wie auch die Schattenseiten zusammenzuführen, die es bedeutet, Erbfolger einer der unglaublichsten Legenden der Musik zu sein, und gleichzeitig seine eigene Identität zu bewahren"
- David Whiteis, Living Blues Magazine

AUS DER DUNKELHEIT
John Lee Hooker, Jr. wurde in Detroit Motor City geboren, wo ihm der Deltablues durch die Venen strömte. Auch wenn es unglaublich klingt, die meisterhafte und von den Kritikern gelobte Musik von John Lee Hooker, Jr. hätte vielleicht nie das Licht der Welt erblickt, denn eine düstere Phase in seinem Leben drohte seine Kunst und die Seele seiner Musik für immer zu überschatten.

INS RAMPENLICHT
Sein aktuelles Album Blues with a Vengeance (Kent Records) ist was er eine "feierliche Errettung" nennt. Nach jahrelangem harten Kampf und einem drohenden Leben auf der Strasse überwandt der bemerkenswerte John Lee Hoker, Jr. alle Schwierigkeiten und begann seinen steilen Aufstieg in der Bluesszene. Blues with a Vengeance, veröffentlicht im April 2004, macht seinem Namen alle Ehre, denn dieses Album beendete jenes Jahr mit einer Nominierung in der Kategorie Traditioneller Blues bei der Grammy Verleihung und erhielt die geschätzte W.C. Handy Auszeichnung als bestes neues Künstler Debut. Bei der California Musik Verleihung (vormals BAMMYS genannt) wurde Blues with a Vengeance als bestes Blues Album 2004 ausgezeichnet und die Bay Area Blues Society ehrte den Musiker als bester Comeback-Künstler 2004.

WEG VON DER LAST, HIN ZUM LOB
Mit der Veröffentlichung von Blues with a Vengeance schloss Hooker Jr. schließlich Frieden mit seinem Schicksal, das von den ‚The Fates' besiegelt worden war als er erst acht Jahre alt war und im Detroiter WJBK Radio auftrat. Ungeachtet der Tatsache, dass sein Vater, John Lee Hooker, der legendäre Blues Pionier war, beschloss er in jenem Moment ein weltklassiger Musiker zu werden. Er tourte mit seinem Vater und blickte mit sechzehn Jahren bereits auf Auftritte an solch noblen Orten wie dem Fox Theater in Detroit an der Seite von Größen wie Jimmy Reed zurück. 1972, im Alter von achtzehn Jahren, sang John Lee Hooker, Jr. gemeinsam mit seinem Vater das Live at Soledad Prison Album ein (auf ABC Records).

Unglücklicherweise verfiel er, während er das "Leben eines Bluesman" lebte, den Dämonen die es begleiten, so dass seine Musikkarriere für die kommenden 25 Jahren aus den Spuren lief. Drogen, Alkohol, Scheidung, Arrest und Tod hätten seine einst vielversprechende Karriere zu einem jähen Ende bringen können, doch der Blues und sein religiöses Vertrauen brachten Hooker Jr. immer wieder auf die Bühne zurück. Mit der Unterstützung seiner Familie und Freunde, sowie einer Gruppe talentierter Musiker, die nie aufhörten an ihn zu glauben, fand er schließlich noch die innere Muße und begann eine Musik zu machen, die den Tiefgang der Emotionen ausdrückt, die er in seinem persönlichen Leben gemacht hat.

UM DEN ERDBALL
Bei seiner ausgedehnten Welttournee zum Debütalbum wird John Lee Hooker, Jr. begleitet vom Keyboarder Stephan Ortiz, Bassist George Lacson, Schlagzeuger Michael Rogers und Blues-Wunder Jeff Horan an der Gitarre. John Lee und seine Band haben die Bühne unter anderem mit Legenden wie BB King, Bo Didley, Charlie Musselwhite, Koko Taylor, Johnny Johnson, Elvin Bishop, Ron Thompson und Canned Heat geteilt. Auf ihren ununterbrochenen nationalen und internationalen Tourneen bereisten sie unter anderem Polen, Holland, Österreich, Montenegro, Tschechien, Slowakei, Kanada, Norwegen, Deutschland, Australien, Litauen, Schweiz, Italien, Frankreich, Belgien und kürzlich auch Afrika.

MIT EINIZGARTIGEM SOUND
Mit einem Stil, den er selbst "2 Teile R&B, 1 Teil Jazz und Südstaatenblues" nennt, führt er ein hundertjähriges musikalisches Familienerbe fort, welches er von seinem Vater John, Sr. gelernt hat, der es seinerseits wiederum von seinem Stiefvater Will Moore, einem Blues Sänger und Gitarristen, gelernt hat, der seinen Gitarrenstil am meisten prägt. Die CD zollt Tribut an seien Vater mit Neueinspielungen solcher Klassiker wie "Boom, Boom" und "One Bourbon, One Scotch, One Beer" zusammen mit acht Stücken aus der Feder von Hooker Sr., die von den Schwierigkeiten und Ungeschicken der Arbeiterklasse erzählen. Weitere herausragende Stücke sind "Suspicious", eine unter die Haut gehende Geschichte über Herzschmerz und Verrat, sowie das moderne "Goin' Down to Baghdad (Lookin' for Saddam Hussein)" und "The Blues Ain't Nothin' But A Pimp", ein Stück, in dem sich Blues, Funk und Hip-Hop Sensibilität verbinden. Dieses Stück ist inspiriert von der Aussage John Lee Hooker, Sr.: "Der Blues ist wie ein Pimp, denn jedesmal wenn du einen hast, versuchst du ihn so gut du kannst wieder loszuwerden."